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In Europa angekommen und schon verliebt?

Es ist unglaublich. Nach so viel indirekten Kontakt und mehr als 4 Stunden warten habe ich mich verliebt. Immer nur "über" oder "von" ihr geredet, aber nie mit. Und jetzt ist es so weit und denke ernsthaft darüber nach, mein Leben mit ihr zu verbringen...
Angefangen hat alles schon recht früh, ich glaube an der Grenze Perú-Bolivien. Seit dem traf ich mich immer öfter mit ihr.
Die Minen Potosís waren unglaublich interessant. Der Führer, einer der wenigen, die bissl was gegen den Morales haben, führte uns zu Sprengungen, welche tatsächlich den ganzen Berg zum beben bringen! Das Gefühl ist ärger als bei einem Drum&Bass-Festl im Flex (soweit ich mich an diese weit zurückliegende Zeit erinnern kann). Die Minenarbeiter arbeiten tatsächlich immer noch (und das nicht nur wegen des Tourismus! wie ich anfangs dachte), sozusagen abkratzend was die Spanier (bzw. Engländer) übrig liessen. Nachmittags trank ich zwei Batidos auf dem angeblich höchsten Aussichtsturm der Welt (ca. 4000m), mit einer Sicht auf die Müllkippe der Spanier. All der Sondermüll der Bergwerke ist auf der einen Seite des Berges angehäuft, aus dem nun versucht wird, mittels Uralten und verrosteten Maschinen das letzte aus dem Kies zu holen (Zinn, Kupfer).
Danach folgte einer meiner schlimmsten Nächte, und der Begin einer unvergesslich schweren Reise. Ich rate niemanden einen Nachtbus von Potosí nach Uyuni zu nehmen. Der kluge Andi hat kurz vorher noch ein kleines in Fett gebadetes Brötchen gegessen. Somit hatte ich durchgehend Bauchschmerzen in einem Bus, scheinbar aus dem Jahre als die Spanier die Minen eroberten. Zumindest hatte ich einen netten Sitznachbarn der mich, während der Pausen, welche durch den starken Regenfall verursachten natürlichen Strassensperren zu Stande kamen und glücklicherweise das ohren- und körperbeteubenden Ratterns des Buses unterbrachen, unterhielt. Auch das Benzin ging aus, was den Chofer zwang ins nächste Dorf zu laufen und welches zu besorgen. Nach mehreren spektakulären Anschiebversuchen schafften wir den Motor auch wieder an zu bekommen.
In Uyuni angekommen, borgte er mir netterweise ein Klo (seiner Agentur, er ist Reiseführer), und half mir bei der Auswahl der vielen Reiseagenturen. Mit viel Hintergrundwissen die Infos der Agenturen hinterfragend, fanden wir mir ein relativ billiges Angebot.
Der Salzsee ist unglaublich! Der Horizont verschwindet im Himmel und es scheint keinen Boden zu geben. Alles in weiss (durch das Salz) getaucht, entsteht ein starker Kontrast des mit einem zentimeterdicken Wasserfilm bedeckten Boden und den Personen die auf diesen herumlatschen. Aufgrund der aktuellen Regenzeit, steht alles unter Wasser und so konnten wir aufgrund der Gefahr stecken zu bleiben nicht bis zu Insel im Salar fahren.
Aber es hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Hier lernte ich schon die zwei Deutschen und später die zwei tiefitalienischen Engländer kennen, mit denen ich meine Reise in Uyuni fortsetzte.
Aus Uyuni herauszukommen ist übrigens ein schwieriges Unterfangen. Am selben Tag gab es keine Verbindungen in den Süden mehr. So ging unsere Reise um 6 in der Früh los. Zuerst mit einigen rammelvollgestopften Jeeps und dann mit einem Bus weiter. Der Buschofer hatte es nach etlichen brutalen Versuchen endlich geschafft die Gangschaltung komplett hin zu machen. Der Bus blieb stehen und wir (Ulla, Natalia, Luca, David und ich), schnappten uns unverschämterweise eines der vorbeifahrenden Jeeps und liessen die Busgruppe und den Fahrer in der Pampa stehen. Auf der kurvenreichen Strecke, schaffte es unser neuer Fahrer dann auch noch seinen Wagen eine Delle zu verpassen indem er in der einen Kurve einen Bus schräg rammte. Hochglücklicherweise fuhren wir auf der "richtigen" Strassenseite, da es uns sonst warscheinlich die leitplankenlose Schotterpiste links runter geschmissen hätte, was, um zu untertreiben, fatal ausgegangen wäre. Nach einer längeren Diskusion mit der kompletten Belegschaft des Buses und unseres Fahrers, konnten wir weiterfahren. Auf meine Frage hin, ob unser Fahrer eine Versicherung hätte, meinte er, dass die Personen versichter sind, das Auto nicht. So werden beim autoausborgen in Salta in einem Auto für 5 Personen mystischerweise auch nur 3 davon versichert.
Uns durch die atemberaubende Landschaft kämpfend (Tupiza übers trockene Flussbeet betretend) verpassten wir den Anschlussbus und kamen nach einem weiteren Zwischenstop (ein benzinloser Bus versperrte unseren Weg, netterweise saugte unser Buschofer für den anderen) endlich in das schreckliche Grenz-Durchzugsörtchen Villazon. Wir liessen uns am Vorabend nicht davon abschrecken hinzufahren, obwohl uns gesagt wurde dass die Grenze Sonntags geschlossen sei. "WAS?"
Sie war um es genau zu nehmen nicht geschlossen sondern irgendwie verhindert. Nach 4,5 Stunden Schlangewarten konnten wir endlich argentinischen Boden betreten. Es war ein unbeschreiblich erleichterndes Gefühl. Einerseits da es schon heiss erwartet wurde und andererseits weil das argent. Grenzdorf einen Himmel, im Vergleich zu Villazon, darstellte. Unglaublich, das nur die Grenze überschreitend, schon so krasse Unterschiede bemerkbar sind. Für unserern Kleintrupp ging es weiter nach Salta.
Dort wartetede schon Moritz, ein Freund der zwei deutschen Mädls (seit einigen Tagen) auf uns. Rasch den falschen Typen aufgeweckt stifteten wir in dem Hostel schnell grosse Unruhe.
Nach Stadt und Umgebung zu besuchen, fuhr ich mit einem Luxusbus in das unvorstellbar riesengrosse übereuropäische Buenos Aires. Hier gibt es warscheinlich mehr Theater und Kinos auf einem Haufen als in ganz Wien zusammen. Auf der einen Einkaufstrasse zählte ich in 5 Minuten 5 Kinos beim langsamen dahinschländern! Eine argent.-spanisch-Kooproduktion empfehlenswerten Film "El Labertinto del Fauno" angesehen und nun sizte ich in einem Vorort von Buenos Aires namens Tiger (Tigre).
In zwei Tagen befahre ich den atlantischen Ozean mit dem Schiff, nach Montevideo, um zu meiner Liebe zurückzukehren und dann muss ich über Sao Paulo zurück nach Europa.
An alle ganz liebe Grüsse, man sieht sich bald wieder!
23.3.07 22:23
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ich (3.5.07 09:20)
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andid (3.5.07 09:36)
hey, danke für die info! schon gelöscht.
und sag, sollten wir uns kennen. es tut mir leid falls schon. gedankenspiel.org, kenne ich zwar, aber ich wusste nicht dass ich den "schöpfer" auch kenne....
lg andi

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