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Schreckensmeldungen und sonstiges

Zu Ehren des Tag des Baumes wurde ein Aufmarsch verschiedener Schulen durch Pedro Carbo gemacht. Das CRESEM II, das direkt an der Hauptstrasse liegt und besonderst hoch ist, hat eine ganz gute Aussicht auch auf die Strasse. Somit standen alle Kinder und Lehrer an den Fenstern das Desfile beobachtend. Plötzlich ein lauter Knall - alle rennen von der Strasse und verstecken sich. Verschiedenste Motocyclos (3 rädrige Motorradtaxis, eine spezialität Pedro Carbos) flitzen die Strasse hinauf.
Nach längerer Zeit ruhe, fahrt auch die Polizei los und viel Lärm auf der Strasse. Wenige aber sehr schnell fahrende Auto flitzen umher. Des Rätsels Lösung ist der Banküberfall in Pedro Carbo. Jakob war gerade beim schwulen Friseur Kelvin Haare schneiden und färben, der direkt neben der Bank liegt. Es wurde angeblich mit Maschinengewehren herumgeschossen, dabei eine Frau am Fuss verletzt. Einem Polizist hat (es wird keiner von Euch glauben, ich glaubte es auch nicht!) seine Polizeimarke sein Leben gerettet. Das heisst dass die Kugel direkt ins Herz gegangen wäre, aber durch die Polizeimarke so stark abgelenkt wurde, dass es nur ein Streifschuss wurde. Die Marke hat angeblich tatsächlich eine riesen Wölbung.
Jakob, der sofort seine Kamera besorgt hat, verkaufte seine in der Clinica geschossenen Bilder an das nationale "schmutz-Blatt", der EXTRA seine Bilder.

Am 15.Juni war es für Jakob dann auch so weit: Sein Abschied. Wir mussten sogar umdrehen, weil er -typisch- sein Ticket vergessen hat. Im Stress hätte er dann auch noch seinen Pass verloren, den CRESEM Schlüssel stecken lassen und beim Einsteigen ins Auto ist er ausgerutscht. Kanpp mit der Zeit sind wir aber noch gerade rechtzeitig am Flughafen angekommen und nach dem Abschied verliess er Ecuador ohne seine Kamera.
Glücklicherweise reiste auch Manuel am 17.Juni nach österreich für 1 Monat, er nahm sie mit.

Von der Arbeit etwas ausruhend fahre ich seit dem "Sommer" (es ist verdammt kalt, wir sind alle erkältet! die Temperaturen sind so im 25-30 Grad bereich) immer wieder in die Sierra. Das heisst nach Cuenca (->Nationalpark Cajas), Guaranda, Salinas, Bilovan, Baños,...
Der Tunghrahua, der Hausberg (Vulkan) Baños de Bolivar grölt schon seit einiger Zeit. Muttertag, zu Fusse des zu der Zeit sehr aktiven Vulkanes, hab ich dann auch meine Mutter angerufen. Vor kurzem ist er ausgebrochen. Esteban und ich waren gerade am Weg in die Sierra (Guaranda) und Jose kurz vor dem Ausbruch in Baños selbst. Roberto und Herbert waren zufälligerweise ebenfalls in Baños zum Zeitpunkt des Ausbruches. Die Asche, die Beben und die Knalle hört man bis nach Pedro Carbo! In Guaranda war, durch den Wind der die viele Asche verweht, kaum was zu sehen. Nachdem wir Jose getroffen haben sind wir weiter nach Salinas de Bolivar, wo von all dem grossen Spektakel nichts zu merken war.

Seit kurzem verwandelt sich Pedro Carbo in eine kleine Touristenstadt. Zuerst die Österreicher aus Mödling, die in Daule ein Colegio bauen, 4 Österreicher die beflügelt von Herberts Präsentation in Österreich hier ein Monat arbeiten, 4 Schweizer, 26 Österreicher die ebenfalls in Daule arbeiten, 1 Franzosin, 1 Schwede und bald 180 Quiteños und Guayaquileños die ebenfalls in Pedro Carbo arbeiten.
Also neben uns bis jetzigen Österreichern, Koreanern, Canadienserns und Nordamerikanern (USA) gibts es nun Schweden, Franzosen und inländische Ausländer.

Es wurde die "Reina de Pedro Carbo" (=Schönheitskönigin PCs) gewählt. Aus 7 verschiedenen (sehr jungen) Kandidatinen wurde die schönste gewählt. Zu recht gewann die Studentin des Colegios Austriaco, zu Leiden von Karen (der Freundin von Luis, dem CRESEM-Lehrer). Jene Reina wird am 5.August bei der CRESEM-Olympiade als Jury teilnehmen.
Nicht gerade die schönste, aber doch verwunderlich, war die Kanditatin für die Presidentschaft in Pedro Carbo - der Wahlkampf hat begonnen!

Der Mittwoch der 19 vom Juli ist ein grosser Feiertag in Guayas, es ist nähmlich der Tag der Cantonizacion. Das heisst in etwa so viel wie die Gründung des Bezirkes. Einen Tag zuvor war unser grosses Desfile (=Aufmarsch) durch Pedro Carbo. Es wurden alle (ca. 80) Schulen vorgestellt. Am nächsten Tag waren die 7 Collegios dran. Das Colegio Austriaco, die speziellen natürlich einen Tag früher mit einem Riesen-Aufmarsch. Die Bilder von unserem Desfile sollten in der Fotoseite zu besichtigen sein können.
Nun fuhr ich eben, endlich nach längerer Zeit wieder einmal, nach Guayaquil um Europa anzurufen und die Bilder online zu stellen. Die Anrufe hätten mich dann sogar fast blöd dastehen lassen, weil ich zu wenig Geld hatte -ich konnte die Rechnung nicht bezahlen! Aber zum Glück konnte mir Katty aushelfen die auch in der Stadt war. Nachdem wir uns mit Jose im vegetarischen Comedore Guayaquils getroffen haben sind wir dann auf nach Pedro Carbo.
Ärgernd über die engen Sitzreihen und dem kaputten Fenster, ging die Reise los. Kurz nach Guayaquil möchte der Bus überholen und übersieht einen entgegenkommenden (ohne Licht fahrenden) Bus. Schnell verreisst er wieder nach Rechts, jedoch zu stark und muss wieder stark nach Links lenken. Der Bus kam ins schleudern und kippte! Justo auf unsere Seite! Katty und Jose sassen unglücklicherweise auf der Fensterseite. Es war wie in einem Film -zeitlupenartig sah ich alles nach rechts fliegen als würde man mit einem Flugzeug eine Drehung machen. Alles dauerte relativ lang in diesen kurzen Momenten und schon schliff der Bus seitwärts die Strasse entlang bis er in einem kleinen Hügel stecken blieb. Die Fensterscheiben sind beim umfallen zerbrochen und somit hat sich Katty den rechten Arm aufgeschunden. Jose und mir ist wunderbarerweise(!) garnichts passiert. Der Katty geht es mittlerweile auch schon wieder sehr gut, mit ihrem Verband "muss" sie nicht arbeiten und kann ihre Telenovelas weiter schaun.
Nachdem der Bus zum Stillstand gekommen ist wurde überraschenderweise rasch reagiert. Alle riefen "Tranquilo, Tranquilo", die Fensterscheiben vorne, hinten und "oben" wurden eingeschlagen und halbwegs ruhig sind alle aus dem Bus geklettert. Draussen ein Desaster: Viele Frauen weinen und schreien, Füsse werden verbunden, jeder 3te telefoniert oder schreibt Mensajes. Neben uns klettert jemand wieder in den Bus, um sich die Autobatterie zu nehmen. Der Busfahrer ist (wie immer) schnell abgehauen. Angeblich herrscht eine Lynchjustiz. Damit meine ich, dass der Fahrer sofort "gerichtet" wird, von den Betroffenen selber. Dadurch verschwinden bei jedem grösseren Unfall sofort die (schein-)Schuldigen.
Mittlerweile ist schon der nächste Pedro Carbo-Bus gekommen und blieb stehen um zu schauen. Da die Katty nicht in die Clinica von Guayaquil wollte, sind wir in den Pedro Carbo eingestiegen um in die Clinica Maternidad in PC zu fahren. Der Bus war komplett voll. Beim einsteigen wollte man Kattys blutige Wunde mit Fetzen abwischen, mit denen man normalerweise Autos abwischt. Zum Glück hat Jose eingegriffen.
Der Bus wurde sogar noch aufgehalten von der Polizei, auf der Suche nach dem verschwundenen Busfahrer. Man wollte uns nicht weiterfahren lassen, obwohl die Katty mit der sichtlich dringend zu bahndelnden Wunde dabei war. Nach längerem Gespräch gings weiter.
Endlich in PC, Familie und Freunde schon gespannt wartend, wurden Kattys 3 Wunden gesäubert und mit 15 Stichen genäht.
Der Fahrer des Buses war ein Freund der Familie Pluas (Kattys Vater) und ein -laut der Cooperativa- ruhiger Fahrer. Alle Behandlungen und Arztkosten übernimmt die Cooperativa.

Es wurde immer schon gesagt dass die Buse sehr gefährlich seien, aber so richtig habe ich es bisher nie glauben wollen. Um diese unglaubliche Erfahrung reicher, mir Bewusst SEEHR VIEL Glück gehabt zu haben, werde ich den Sonntag wieder nach Guayaquil fahren. Das Kino ruft. ;-)

Unser fast schon 2mal die Woche selbstgebackenes (Sauerteig-)Brot ist von mal zu mal köstlicher -ich werde zum Bäcker!
Somit hoffe ich alles erzählt zu haben und verabschiede mich bis zum nächsten mal.
22.7.06 09:11
 


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