Andis Weblog
andid

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Bilder
  sonstiges
  Gästebuch
  Abonnieren
 



  Links
   der Ecuador Bilderverteiler
   Südamerikareise
   CAAM (Pedro Carbo)
   meine Homepage
   5HF Forum
   Doras Webgalerie
   Manuels Seite
   Mekka Blue (Rainer)
   Brigittes Blog
   Leas Blog
   Google
   yahoo.Währungsrechner
   ¿Español?



http://myblog.de/andid

Gratis bloggen bei
myblog.de





Mein grosser Urlaub

Zur Feier des "10 de Agosto" (Erster Aufruf der Unabhängigkeit Ecuadors) hatten wir am 11.August frei (Freitag) und nutzten die Gelegenheit das verlängerte Wochenende "ab in den Süden" nach Loja, Vilcabamba zu fahren. Vilcabamba, der Ort an dem die Menschen so unglaublich alt und gesund sterben. Manche sagen es wäre das Wasser (Vilcagua), andere es wäre das Klima, wieder andere meinen es wäre das ruhige Leben dass die Menschen so alt werden lässt. Wissenschaftler sind sich auch nicht sicher, meinen aber es sei die Kombination aller dieser Einflüsse -eh kloa. :-)
Am Donnerstag Abend, nach einem Cinebesuch der "Hermanos Grimm", über Nacht ewig lange von GYE nach Loja gefahren. Dort angekommen gleich den Vilcabamba-Express geschnappt. Ein sympatischer Kleinbus zum 6 mal 6 Häuserblocks grossen Dörfchen. Das Touristenzentrum hat neben dem grossen touristischen Angebot auch schöne junge Touristeninformateurinen. Neben dem touristen-Busbahnhof haben wir uns in die Touristenabsteige "El Mandango", zu Fussen des gleichnamigen Berges in dessen Hintergrund, verschanzt und unsere Touristenratgeber gelesen. Das abendliche Ausgehen war ein touristisches in Touristenbars zu Touristenpreisen touristensehendes Vergnügen. Neben Rock, Pizza und einem älteren Typen der den ganzen Abend lang gebückt etwas suchend mit seinen Hunden und seinem langen Stock die Strasse auf und ab gehumpelt ist gabs sogar manch nationale Touristen, die mit ihren laut aufgedrehten VW-GTI´s ihr Salsa getanzt und ihr mitgebrachtes Bier getrunken haben.
Nach einem erfolglosen Weggesuche zu einem kleinen Bergabhang, bestiegen wir am Folgetag den Mandango (2034m). Ein unglaublicher Berg. Man stelle sich einen normal-konischen Hügel vor, der kurz vor der Spitze auf einmal steil hochrauf geht. Ein recht steiler Pfad führ in einer Furche zur Spitze hoch, auf der sogar ein Kreuz steht (das ist in Ecuador nicht so selbstverständlich). Oben in der Mittagssonne/hitze angekommen wimmelt es nur so von Schmetterlingen, die sich auf uns zum Ausrasten und Sonnentanken niederlassen. El Perro ("der Hund") der sich scheinbar bei unserem Wasserkauf in uns verliebt hat, hat uns bis ganz hinauf begleitet, teilweise sogar geführt. Ein ganz toller Hund, wenn man bedenkt dass er die ganze Strecke rauf und runter nichts getrunken (wir hatten ab der Hälfte auch nichts mehr) und nebne uns auch sein relativ dickes Fell mitgeschleppt hat.
Auf der Rückreise nach GYE, assen wir in Loja das traditionelle und teure cuy (Meerschweinchen), was eigentlich garnicht SO schlecht war, nur verdammt wenig Fleisch und sehr viel Knochen hat(te) es. Unglaubliche 12 Dolar(!) war uns der Spass wert!

Seit einiger Zeit bin ich sogar meinem Missionars-Dasein gerecht! Ich unterstütze eigentlich direkt die katholische Mission rund um Pedro Carbo. Dies besteht aber jediglich aus einem wöchentlichen Jeep-Transfer der wirklichen "Missionäre". Um Firmkurse auch am eher schwerer zugänglichen Campo (ländlichen Gegend) zu ermöglichen fahre ich eben jene 2-4 Personen jeden Dienstag Nachmittag raus. Mein Endziel heisst dann immer "Casa de Tejas", ein Dörfchen mit vielleicht 100 Einwohnern. Die Kinder dort sind viel verschlossener, reden kaum, lachen aber viel.

Nur letzte Woche konnte ich nicht fahren da das CRESEM eine Woche lang FERIEN hat und ich diese Möglichkeit natürlich ausnutzen muss um in Gegegenden zu kommen die ich über Wochenenden nicht erreichen kann. Somit gings hinauf zur Hauptstadt Quito und dessen Umgebung (somit auch wieder auf meine Heimaterdkugelhälfte!).
Vor der Abreise sind der Robert und ich aber noch zu einer Feier des ecuadorianisch-schweizer Ehepaares Sonja und Martin eingeladen gewesen. Sonja hat früher in der Pedro Carbo Pfarre "San Pedro Apostol" als Sekräterin gearbeitet und wurde dann nach ihrer Heirat und Ausreise von ihrer Schwester Mercedes Pluas Criollo (an sie schreibt ihr immer eure Post an mich) ersetzt, deren Tochter die Maria Jose ist (welche unbald in die Vereinigten Staaten Amerikas und nachher vielleicht in die Schweiz studieren fliegt). Die Feier, in einem Villenviertel Guayaquils, mit eigenem Orchester und viel viel viel (ja ständigem) getanze, hatte Das das köstlichste Essen seit langem: Das Fleisch war weich, der Wein war gut, der Käse kam aus der Schweiz(!!!) und auch der Rest war nur Erste Klasse. Ein Gaumenschmaus.
Nach der Feier, so gegen 5.00 in der Früh hat man mich bei Transportes Ecuador aussteigen lassen und dort habe ich dann bis um ca. 7.00 warten können auf den Bus nach Quito. Die Zeit habe ich aber mit einem netten Gespräch mit dem Hauswart verbringen können der schon seit fast 40 Jahren (ohne Ferien!) nur dort herumsitzt und die Busjoffeure einweist und aufweckt.
Danach konnte ich im gemütlich komfortablen Bus gut schlafen. Die Reise ist wie ein Film. Die Landschaft verwandelt sich zeitrafferartig von der trockenen Costa über unscheinbare Reisfelder, riesige Bananenplantagen und grüne urwaldige Wälder hin zu den stark bewaldeten Bergen bis zum urbanen Quito steil hoch. Man sieht, glaube ich, nie Quitos ganze Grösse. Es ist eine langgestreckte, immer wieder durch viele Hügel unterbrochene, Stadt. Wenn Quito anfängt glaubt man erst garnicht dass Quito gross ist. Erst wenn man nach der 3ten Hügel-Umfahrung die Panamerika Sur passiert, kann man schon langsamdaran glauben. Letzendlich ist man ganz plötzlich in einem schwindelerregenden Verkerhssystem das in den komplett durcheinander und verwirrenden Busbahnhof reinführt.
Am hellen Nachmittag gut in der Metropole angekommen, habe ich mir das erstebeste empfohlene Hostal "La Posada Carol" in der direkten Bahnhofsnähe (also auch Zentrumnähe) geschnappt, welches ich in der Nacht als eines in den gefährlichsten Strassen Quitos liegend erfahren musste. Aber es ist zum Glück nichts passiert.
Am selben Tag bin ich mit Hinternschmerzen in der Innenstadt herumspaziert. Ich dachte mir nicht dass ich am nächsten Tag, die geplante Route abgehend, draufgekommen musste, beim nachmittaglichen Durcheinanderspaziergang fast mehr gesehen zu haben als auf der empfohlenen Reiseführerroute. Bueno, ... da es noch dazu ein Sonntag war, welches übrigens in ganz Quitos Innenstadt als Autofreie Zone erklärt wurde (also nurmehr mit Rad befahrbar), war es quasi ein ostereiersuchendes Forhaben mein Mittagessen zu finden. Alles geschlossen und verriegelt.
Supermarktketten, wie das "Mi Comisariato", hatten natürlich offen und so habe ich mir zum Abend hin mein Mittagessen besorgen können. Dieses verzehrend, lernte ich auf der Hotelterrase zwei Deutsche Mädels kennen die in der nähe von Santa Domingo äusserst unzufrieden ihr Voluntariat machen -so viele Leute, hier die ein "Voluntad" machen, unglaublich!
Am nächsten Tag beging ich die besagte Stadtrunde, angefangen von der Kirche Santa Domingo, bis zur neuen Stadt, alles zu Fuss. Ein eigentlich garnicht SO grosser Marsch. Auf der Spitze des Domes hatte ich einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt vom Norden aus und am Abend sah ich mit dem Cotopaxi und dem Cayambe (glaube ich) die Sonne vom aus Panesillo (Hausberg Quitos mit Statue) untergehen -Wunderschön!
Den Tag darauf fing ich meinen Tag im österr. Konsulat an. Wie der Katty versprochen, wollte ich mich über ihr Visa für Österreich informieren und fuhr dafür in die Neustadt nahe des grossen schönen Parkes "Carolina". Nach einer halben Stunde Wartezeit kam endlich die alte Sekräterin die mir die Tür aufsperrte und mich in das schick eingerichtete Büro reinliess, in dem zu meinem äussersten Verwundern der dicke Konsul schon anwesend war. Immerhin sagte man mir an der "Rezeption" dass noch keiner da wäre und ich warten solle. Seine dicke, lange und stinkende Zigarre paffend teilte er mir mit seinem ach so tollen Fachvokabular kompliziert mit dass ich zur deutschen Botschaft muss, da er nicht zuständig für solches Krimskrams ist. Auch wenn ich nur Infos brauche, er "weiss nichts"! In mich schimpfend und mit einem vor Ärger angeschwollenen Hals bin ich dann zur deutschen Botschaft gegangen. Der Arsch bekommt doch tatsächlich sauviel Geld aus Österreich nur damit er in seinem schicken Büro an seinem neuen teuren Laptop(!) seine Fahrstuhlmusik hört und seine 2-3 Stunden Dienst pro Tag absolviert, der scheinbar daraus besteht auf Österreicher zu warten und diese zur deutschen Botschaft zu schicken.
Also recht verärgert bin ich eben im riessengrossen Bürokomplex angekommen, in dem die deutsche und die britanische Botschaft untergebracht sind. Unter wirklich nicht sehr störenden aber guten Vorsichtsmassnahmen musste ich dann im 12 Stock nichteinmal IN die Botschaft. Dirket VOR dem Eingang steht ein kleiner Tisch mit einem Typen, der Informationen über Visas gibt. Scheinbar gibt es so viele Anfragen dass sie soetwas sogar mit einer eigenen Person nichteinmal in der Botschaft untergenracht haben. Das fand ich recht lustig :-)
Nun, das Visa selber kostet für Ecuadorianer tatsächlich nur 35 Euro - ist wirklich wenig oder, also wieso da nicht mehr Ecuadorianer offiziell in Europa sind? -da muss es doch einen Haken geben... Mit den Infos des Visums und den Hochzeitspapieren (hehe) bin ich dann hoch motiviert in dem Parque Carolina gegangen um mir das ganze durchzulesen. Und da war der Haken: Der Visumsansuchende muss eine Versicherung abschliessen, die 30.000 Euro (!!) deckt. Und das ist doch schon eine ganze Summe. Das heisst zwar nicht dass man soviel zahlen muss, jedoch sind es dann doch um die 3.000 Euro die die Versicherung kostet und das ist bei einem MOnatsgehalt von ca. 150 Dollar doch etwas viel. Auf jeden Fall sind Katty und Manuel guten Herzens bei der Sache und werden das schon lösen. Diese Anforderungen, die für einen durchschnittlichen Ecuadorianer das Reisen (also nicht arbeiten) nach Europa praktisch unmöglich macht, gellten übrigens für alle Schengenländer Europas.
Mit der Info in der Hand bin ich dann ab zur Mitad del Mundo. Etwa eine Stunde nördlich von Quito verläuft der Äquator. Oder besser, verlaufen die beiden Äquatoren (gibts da überhaupt eine Mehrzahl?). Als die französischen Wissenschaftler in Ecuador angekommen den Äquator ausmassen, haben sie sich um rund 200 metern vertan. Die Indigenas vor mehr als 2.000 Jahren wussten es besser. Nun steht das riesengrosse steinerne Denkmal mit der Erdkugel drauf und dessen kleines Touristendörfchen rundherum auf einem falschen Fleck der Erde. Etwas weiter hinter dem Touristenabzockekomplex, einen unscheinbaren Feldweg entlang, kommt man zum echten, "el verdad Mitad del Mundo", Mittelpunkt der Erde. Dort gibt es sehr interessante Versuche, wie zum Beispiel wie das Wasser auf den beiden Erdhälften abliesst. Und TATSÄCHLICH, Leute, Flüssigkeiten rinnen hier unten in die andere Richtung ab!. Also unabhängig von Abwasch-, Klo- oder sonstige Behältnissform dreht sich das Wasser auf der jeweilgen Erdhälfte anderst rum ab! Am Äquator selbst rinnts, ich konnte meinen Augen nicht glauben, gerade hinunter. Wie das aussieht kann ich irgendwie nicht beschreiben, einfach gerade eben. :-)
Ebenfalls kann man ein Ei auf einem Nagel balancieren lassen, die Erdkräfte ausprobieren (das habe ich nicht ganz verstanden), die sich am Äquator aufheben. Deswegen kann man angeblich auch nicht so leicht am Äquator entlanggehen. Was auch immer.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann herumspazierend in Quito.
Am Dienstag bin ich dann endlich raus aus der Hauptstadt, ab nach Cayambe. Von dort weiter nach Olmedo, einem dem Cayambevulkan sehr nahen Dörfchen. In dieser wunderschönen Gegend wollte ich eigentlich nach "La Esperanza" ("die Hoffnung") wandern, was sich aber eher als gefährliche Tageswanderung herausstellte. Nachdem mich eine alte Frau vor den vielen Dieben warnte, mir gleichzeitig im Gespräch 2 Dollar abknöpfte und mich ein Hund biss nahm ich ca. ab dem 5te achtel der Strecke, kurz vor Zuleta, eine der sehr selten passierenden Camionetas bis nach La Esperanza. Ich hatte riesengrosses Glück was den Hundebiss angeht. Bei einer Familie passierend und freundlich grüssend, fetzte ganz plötzlich der Haciendahund auf mich loss und wollte mich beissen. Irgendwie unbewusst habe ich etwas ausweichen können und somit hat er mich nicht voll erwischt. Durch die dicke heisse Hose ist er scheinbar auch nicht gekommen, obwohl ich dann doch etwas geblutet habe. Erwischt hat er mich in der linken Kniekehle. Seit diesem aufweckenden Augenblick bin ich den Rest der Reise am abseitigen Campo nurmehr mit einem langen Stock unterwegs gewesen, der mir am selben Weg auch noch einen kleinen Köter vom Hals hielt.
Von La Esperanza erwischte ich einen Bus nach Ibarra und von dort fuhr ich zu den heissen Thermalbädern von Chachimbiro.
Da nur ein Bus direkt dorthin verkehrt, teilte ich mir ein Taxi mit einer frischen Kleinfamilie. Leider ist der Thermalkomplex so abgeschieden von aller Infrastruktur, dass ich dort angekommen, das eigentlich eh nicht so teure "Angebot" von 20 Dollar die Nacht, annehmen musste. Inkludiert waren aber 3 Mahlzeiten und die jeweils 2 Eintritte in das Freizeitbad (ohne heissem Wasser) und die Thermalbäder. Etwas vor Mitternacht gönnte ich mir dann die angenehme Prozedur der Kalt-Warm-Kur mit dem Nachtwächter. ;-) Zu der Zeit war alles frei von Leuten und wir konnten ohne warten zu müssen jedes einzelne Bad auskosten. Der Mann arbeitet schon seit 3 Jahren in den Bäderneiter und kennt sich schon recht gut aus und konnte mir somit alles erklären. Das Bad liegt genau zwischen 2 Vulkanen, perfekt für ein Thermalbad, da somit kasi die Hitze zweier Vulkane ermöglicht wird (55 Grad Celcius heisses Wasser -autsch!), aber die Gefahr durch einen Ausbruch betroffen zu sein ist so gut wie unmöglich. Am nächsten Tag genoss ich die Bäder weiter, später in Gesellschaft zweier älterer Frauen, die auch genug zum erzählen gehabt haben.
Aber das tollste ist, dass in diesen Bädern manche Quechua sprechende Leute zu besuch waren, und ich somit in den Genuss des hörens dieser Sprache kommen konnte! Ich kann es nicht anderst beschreiben als "indianisch".
Den letzten Bus kurz nach Mittag habe ich leider aufgrund der langsamen Küche verpasst, wurde aber von einem Angestellten mit dem Moped ins nächste Dorf gefahren wo jede 1/2 Stunde ein Bus nach Ibarra verkehrt.
Von Ibarra bin ich ab nach Cuycocha. Ich hatte zwei Reiseführer mit, die beiden behaupten es gäbe eine 5-Dollar-Übernachtungsmöglichkeit oberhalb des Sees. Schon im Bus nach Cotacachi hat mich ein Mann gewarnt wie teuer die Unterkünfte im Nationalpark seien (40 Dollar meinte dieser). Ich dachte mir ich versuche es einfach: "Geld habe ich notfalls eh... oder?" Nun, es waren 12 Dollar mit super Ausblick auf See mit den drei Hügeln und Berg. Aber einem richtigen Berg! Spitz, karg, steinig, schwer, dominant, also einfach unglaublich. Aber noch viel atemberaubender war der Cuycochasee. Jener ist ein Kratersee, was heisst dass an jener Stelle früher einmal ein Berg/Vulkan stand und bei einem Ausbruch so stark explodierte dass nun sozusagen die ganze Haube fehlt. In diesem riesengrossen Loch sammelte sich dann Regenwasser und so entstand der See, der aber, im Falle des Cuycocha, drei Hügel in der Mitte hat. Und das macht ihn auch so besonderst schön. Es ist schwer zu beschreiben, ich hoffe ihr könnt euch mit den Fotos ein Bild machen. Die drei Hügeln könnten vielleicht an Cuy (Meerschweinchen) erinnern, wonach der See und der Nationalpark benannt ist. Cuy galt bei den Indigenas früher als ein besonderes Tier, da es die bösen Energien aus dem Menschen sog. Cuy (sprich: cui) heisst es übrigens weil es "cuycuycuy" macht. Heute sind sie eine spezialität am ecuadorianischen Teller.
Stundenlang beobachtete ich wie sich der Berg hinter den vorbeiziehenden Wolken versteckte und sich wieder Blicken lies. Am nächsten Tag wanderte ich um den See, was einem jeden hoch angeraten sei. Vom Touristenaussichtspunkt sieht ja alles ganz schön und toll aus, aber macht man die Umrundung, so sieht man so viel von der so abwechlungsreichen Vegetation (auf der Seite des Aussichtspunktes ist es karg, die gegenüberliegende, dem Berge nähereliegende Seite, ist Urwald), den vielen Vögeln, die angenehme Luft und den so vielen verschiedenen Pflanzen und Tierchen.
Nach der Umrundung ging ich den Weg bis nach Cotacatchi zu Fuss zurück. Am Weg traf ich eine alte Quechua sprechende Frau die kein (oder mein) Spanisch nicht verstand und ich ihre genausowenig. In dieser Umgebung leben noch viele Quechua sprechende Menschen. Ein Mann der mich ein Stück begleitete meinte, dass in der Schule zwar in Spanisch unterrichtet werde, zuhause aber immer noch nur Quechua gesprochen wird. Sowas ist schön zu hören da Schriften und Bilder viel leichter erhalten bleiben, als gesprochene Sprachen.
Von Cotacachi gings dann nach einem Telefonat mit der Katty zurück nach Quito, die den Manuel zu einen Kurs für eine Messe, auf der das CAAM vertreten sein wird, begleitet hat. Da Manuel am selben Abend aufgrund Zeitmangels wieder zurück nach Pedro Carbo musste, blieb ich mit Katty alleine in der Stadt.
Am nächsten Tag fuhren wir etwas spät aber doch zum Cotopaxi Nationalpark. Als wir bei der Lagune ankamen, merkten wir, und das ist der blödeste Teil meiner Reise, dass Manuels Kamera, die er uns für den einen Tag lieh, nichtmehr im Rucksack war. Sie wurde scheinbar im Bus Quito-Cotopaxi von unter unserem Sitz von hinten gestohlen. Nichtsdestotrotz, in der Hoffnung sie nur im Zimmer vergessen zu haben, umrundeten wir die Lagune zu Fusse des mächtigen Vulkanes. Eine sehr schöne Landschaft. Obwohl es schon relativ spät war und sich (vielleicht deshalb) schon recht viele Wolken um den Gipfel ansammelten, riss dieses doch noch auf und wir konnten den Berg bis zu seiner fehlenden Spitze sehen. -faszinierend!
Der freundliche Camionetafahrer hat uns zwei für nur 20 Dollar hin- und retour geführt (eine recht lange Strecke), uns das nicht so besondere Museum gezeigt, eine Stunde am See gewartet und uns alle Fragen beantwortet.
Am Abend sind wir im "Bermuda Dreieck" Quitos etwas herumgeschlendert, doch sind die Preise zu hoch und so haben wir uns etwas im Hotel selber mit Bier versorgt. Bei einem Kamin im Haus ist das auch noch angenehm warm.
Samstag in der Früh, kurz nachdem Esteban und Dally ankamen, bin ich nach Guayaquil zurück. Jedoch nicht ohne bei Camari (die Lebensmittelprojekte des FEPP) vorbeizuschauen, die so viele leckere Sachen haben, ich jedoch in Geld- und Zeitmangel nicht mehr einkaufen konnte.

Kurz darauf in Pedro Carbo, kam am Dienstag auch schon der neue Zivildiener Lukas, der Petra im CRESEM I ersetzen wird. Der arme war zwei Stunden in Ecuador und schon wurde ich das Handgepäck sammt Pass,Einreisestempel, Passkopien und Visa gestohlen. Noch dazu, als Esteban in Pedro Carbo mit ihm ankam, hatte der Wagen ein so grosses Loch im Tank dass ein richtiger Benzinstrahl rausfloss. Um den Tag noch unglücklicher zu machen, hatte Mercedes, als ich sie in "Casa de Tejas" Autofahren liess, den linken Rückspiegel an einem Baum abradiert. Seit sie von Jose, der gerade aus dem Oriente mit seinen Brüdern zurückkam, hörte, dass es Bäume gibt die wandern können (wirklich! aber nur sehr langsam), hat sie Angst dass jener Baum eines Nachts zu ihr komme um sich zu rächen.
Vor meinen Ferien kam auch schon der zukünftige Zivildiener Bernhard (Bernardo) zu besuch, der nach seiner Sprachschule in Quito, beim Jose die Cajas übernehmen wird.

Bald naht das das grosse BINGO MILLONARIO. Am 17.September, irgendwann vor oder nach der Geburt von Bettys Kind wird das grosse Spektakel des Bingospielens über die Bühne rennen. Meine Abende vergehen nun indem ich mit Lautsprecher auf dem Auto herumfahrend Werbung für die Veranstaltung mache.

Ich hoffe meine Urlaubsbilder bald online stellen zu können (und die anderen auch). Leider komme ich zu selten nach Guayaquil wo es "schnelles" Internet gibt.
Liebe Grüsse an alle, mir gehts gut, meist auch wenn ich mich nicht melde... ;-)
10.9.06 06:36
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung